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Talamone – kleiner Strand mit großer Geschichte

Talamone 1

Heute gilt Talamone vor allem als Jetset-Badeort mit großem Yachthafen und vielen Privatvillen. Schön zu sehen, dass dies dem Charme des ehemaligen Fischerdorfes nichts anhaben konnte. Noch immer wacht die klobige Burg über die Altstadt, in der sich in den letzten paar hundert Jahren anscheinend wenig verändert hat.

Umso verwunderlicher, dass Talamone eine sehr bewegte Geschichte hinter sich hat: Die ersten, die den Ort besiedelten, waren die Etrusker. Ab da folgten ständige Herrschaftswechsel: Kelten, Römer und Goten gaben sich die Klinke in die Hand. Das in der Toskana heimische Feudalherrengeschlecht der Aldobrandeschi errichtete im Mittelalter das erste Mal eine Burg. Dann fiel Talamone an Siena, das den Ort zu seinem wichtigsten Hafen machte. Die Burg in ihrer heutigen, klotzigen Form wurde erst unter spanischer Herrschaft im 16. Jahrhundert gebaut. Schließlich übernahmen noch die Medici das Ruder, unter denen Talamone allerdings fast vollkommen verfiel. Erst im 19. Jahrhundert erweckte man das Städtchen wieder zum Lebe, denn 1860 landete Nationalheld Garibaldi im Hafen, um Waffen und Proviant aufzustocken, um nur wenig später Italien zu vereinen.

Doch von all dieser wechselhaften Geschichte merkt man beim Baden in Talamone freilich nichts. Der beste Strand ist übrigens „Bagno delle Donne“ und ist direkt unterhalb der Burg zu finden. Der winzige Felsvorsprung mag vielleicht einer der kleinsten Strände der Maremma sein, doch das klare, saubere Wasser rund um die schroffen Felsen entschädigt mehr als ausreichend für den Platzmangel. Außerdem macht es unheimlich Spaß, von dem Felsvorsprung, auf dem der Bademeister sitzt, ins Wasser zu springen.

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