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Grosseto und Castiglione della Pescaia

Saturnia Tuscany Hotel -> Grosseto etwa 60 km

Grosseto

Nicht viele Landeshauptstädte können von sich behaupten, ganz von den originalen Stadtmauern umschlossen zu sein. Unter diesen seltenen historischen Schmuckstücken befindet sich auch Grosseto, eine Gemeinde im Herzen der Maremma mit circa 80.000 Einwohnern. Im Verlauf der Jahrhunderte wurden an ihr nur wenige architektonische und städtebauliche Veränderungen vorgenommen, sodass die Hauptattraktionen von Grosseto immer noch zeitlos schön erscheinen

Noch mit dem Eindruck der stark vertretenden Vegetation behaftet und dem salzigen Duft des Meeres in der Nase gelangt man sogleich zu den mediceischen Mauern, die dort seit dem 16. Jahrhundert voller Stolz in die Luft ragen. Bereits vor ihrer Zeit gab es eine Befestigung aus dem Jahr 973, welche jedoch zerstört wurde. An ihrer Stelle ist heute immer noch die Struktur sichtbar, die Cosimo I de Medici in Auftrag gegeben hatte. Sechs würdevolle Bastionen grenzen die sechs Ecken einer Sternenform nach außen ab. Zu unserem Glück ist es heute nicht mehr so schwer, die Mauern einzunehmen, wäre es doch eine Schande, die Altstadt von Grosseto mit ihrer Vielzahl an Monumenten und historischen Gebäuden nicht in Augenschein nehmen zu dürfen.

Die Cattedrale di San Lorenzo, welche die Piazza Dante beherrscht und einem lokalen Schutzheiligen gewidmet ist, sollten sie sich auf keinen Fall entgehen lassen. Mit dem Bau begann man 1190 und in den darauf folgenden Jahrhunderten wurden zahlreiche Änderungen an der Kirche vorgenommen. Im Inneren des sakralen Gebäudes werden Kunstwerke aus verschiedenen Epochen aufbewahrt. So stammen die Kirchenfenster aus dem 15. Jahrhundert zum Beispiel von Benvenuto di Giovanni, das Weihwasserbecken stammt aus dem Jahr 1506 und die Struktur des Kirchturms ist mit ihrem Entstehungszeitraum um das 20. Jahrhundert neueren Datums.

Andere sakrale Gebäude von Interesse sind die Kirchen Chiesa di San Pietro und Chiesa di San Francesco d'Assisi. Erstere ist die älteste Kirche Grossetos, ihr Baustil ist eine Mischung aus dem Lombardischen und dem spätromanischen Stil. Die Chiesa di San Francesco d’Assisi präsentiert sich dem Betrachter in franziskanisch-gotischem Stil. Sie verfügt nur über ein einziges Kirchenschiff, welches von einem Dachstuhl nach oben abgegrenzt ist und von acht großen Spitzfenstern beleuchtet wird.The City of Grosetto

Unter den profanen Bauten sticht besonders das Teatro degli Industri heraus, das in dem ursprünglich als Pilgerzimmer eingesetzten Raum Platz fand. Erwähnenswert sind weiterhin auch das Denkmal für Leopoldo II di Lorena, von Luigi Magi zu Ehren des beim Volk der Maremma sehr beliebten Herzogs geschaffen, der Palazzo della Provincia in neugotischem Stil, das Cassero Senese und das Cassero del Sale. Vor dem Palazzo der Provincia gab es an gleicher Stelle schon den Palazzo Pubblico, der durch jenen ersetzt wurde, ohne dass jedoch das typisch mittelalterliche Aussehen ganz verloren ging. Das Cassero Senese geht aufs Mittelalter zurück und wurde auf das Drängen der Republik Siena hin realisiert.

Das Cassero del Sale hingegen erhebt sich vor der Porta Vecchia und wurde im Laufe der Geschichte derart stark verändert, dass es kaum noch etwas mit der Originalstruktur zu tun hat. Im 14. Jahrhundert diente es als Zollstelle für Salz und hatte die Aufgabe dessen Herstellung, Verteilung und Ausfuhr zu regeln. Schließlich sollen hier auch die Piazza Fratelli Rosselli und der Corso Carducci Erwähnung finden. Auf der Piazza Fratelli Rosselli befinden sich die Palazzi Palazzo del Governo und Palazzo delle Poste und der Corso Carducci ist die Hauptstraße der Altstadt. Räumen Sie auch einem Besuch im Museo Archeologico d’Arte auf der Piazza Baccarini mit seinem umfassenden Repertoire an prähistorischen Objekten aus der Provinz Grosseto sowie einer Sammlung prächtiger Gemälde der Scuola Senese aus dem Zeitraum zwischen dem 13. und 17. Jahrhundert etwas Zeit ein.

Grosseto -> Castiglione della Pescaia etwa 20 km

Castiglione della Pescaia liegt nur einen sprichwörtlichen Steinwurf von Grosseto entfernt. Der modernere Teil des Ortes liegt etwas niedriger als die Altstadt. Hier herrscht geschäftiges Treiben aufgrund der Vielzahl an Geschäften. Während der Hauptsaison ist dieser Ortsteil von Menschen bevölkert, die sich ein ausgiebiges Shopping gönnen oder einfach draußen an den Tischen der Bars und Lokale sitzen. Die Altstadt ist hingegen höher gelegen und von antiken Mauern umschlossen.

Castiglione

Durchquert man die Porta Urbica geht es über schmale Sträßchen hoch in Richtung Felsvorsprung, wo man inmitten der Mauern, Hakenbüchsen und antiken Türen von einer altehrwürdigen Atmosphäre ergriffen wird. Um nach ganz oben zu gelangen, muss man der Via delle Batterie folgen, die entlang der Mauern verläuft, wo noch heute die Laufgräben der Wachposten zu bewundern sind. Ausgehend von der Porta Urbica hingegen läuft man die Via del Recinto entlang und erreicht so die Chiesa di San Giovanni, welche im 16. Jahrhundert auf ein Waffendepot gebaut wurde. Der Kirchturm wurde im Jahr 1900 aus einem Turm der Stadtmauer heraus entwickelt. In der Kirche werden die Reliquien vom heiligen Wilhelm von Aquitanien aufbewahrt.

Setzt man dort seine Tour fort gelangt man zum Schloss, welches sich in Privatbesitz befindet und deshalb leider nicht besichtigt werden kann. Nichtsdestotrotz sollte man sich hier hochwagen, um das atemberaubende Panorama des toskanischen Archipels nicht zu verpassen. Auch der Palazzo Centurioni, das wahrscheinlich älteste monumentale Gebäude des Ortes, befindet sich innerhalb der Mauern. In ihm wohnte der florentinische Podestà und unter dem Einfluss der Medici lag hier das Zentrum des administrativen Lebens der Gemeinschaft. Erst kürzlich wurde der Palazzo restauriert. Heute ist er Schauplatz für zahlreiche Ausstellungen.

Zu guter Letzt gibt es auch noch die kleine Kirche Chiesa di Santa Maria del Giglio aus dem 13. Jahrhundert und den Palazzo Camaiori aus dem 15. Jahrhundert zu besichtigen. Zu den Glanzzeiten des Palazzos übernachtete hier der Großherzog Pietro Leopoldo di Lorena. Wer von der italienischen Literatur angetan ist, sollte zudem einen Halt auf dem Friedhof von Castiglione della Pescaia einlegen, wo der berühmte Schriftsteller Italo Calvino begraben liegt.

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